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8 Stunden, ein Team: mvd-rudern beim Staffelrudern auf der Alster 

Am 20. Juni hieß es: raus aus Mannheim, rauf auf die Alster. Mit 12 Teilnehmern von mvd-rudern und ordentlich Motivation sind wir nach Hamburg gereist, um beim Staffelrudern auf der Alster an den Start zu gehen – einer Regatta, die Ausdauer, Koordination und Teamtaktik gleichermaßen fordert.

Unsere internationale Crew 

Vor Ort wartete keine klassische Vereinswertung auf uns – sondern Teamwork über Grenzen hinweg. Gemeinsam mit knapp 30 Ruder*innen befreundeter queerer Vereine aus Berlin, Brüssel, Hannover, Köln, Nijmegen, Wien und Zürich sowie rund 20 Teilnehmenden aus Elmshorn bildeten wir eine große, bunte Renngemeinschaft, bei der jedes Alter und Trainingsniveau willkommen war. Das Motto war klar: nicht gegeneinander, sondern gemeinsam miteinander. 

Das Prinzip Staffelrudern: Pause? Gibt’s nicht.

Das Staffelrudern wird vom Hamburger und Germania Ruder Club organisiert und findet auf einem rund 3 km langen Rundkurs über die Binnen- und Außenalster statt. Eine touristisch attraktive Strecke, bei der sogar die Elbphilharmonie in der Ferne sichtbar ist. Allerdings gilt: nicht ablenken lassen vom Blick auf Jungfernstieg, Vier Jahreszeiten und Rathaus. Sonst läuft man Gefahr, von einem Boot der anderen Mannschaften überrundet zu werden. Denn das Rennformat ist ebenso spannend wir anspruchsvoll:  

  • Gerudert wird in Gig-Doppelvierern mit Steuerperson
  • Pro Mannschaft sind immer zwei Boote gleichzeitig im Einsatz, also sind immer 10 Personen jeder Mannschaft auf dem Wasser 
  • Während ein Boot die Strecke absolviert, bereitet sich das andere auf den Start vor
  • Sobald ein Boot die Runde beendet, startet direkt das nächste
  • Während der ersten Rundenhälfte gibt es eine kurze Abkühlung, wenn im Affenzahn um die Alsterfontäne herumgerudert wird
  • So entsteht ein ununterbrochener Rhythmus über die gesamte Rennzeit, der neben Ausdauer auch einiges an Konzentration und Koordination erfordert

Die Bootseinteilung unserer Mannschaft wurde perfekt organisiert mit Tafel und Namensmagneten vom Elmshorner Ruderclub. 

8 Stunden später: ziemlich platt, ziemlich stolz

Mit Startnummer 14 sind wir um 11 Uhr ins Rennen gegangen, als eine von insgesamt 24 Mannschaften. Am Ende standen 35 Runden mit über 100 Kilometern Teamleistung. Und noch wichtiger: ein Team, das sich gegenseitig getragen hat, wenn Arme und Beine langsam schwer wurden.

Ob auf dem Wasser oder am Steg – dieser Tag hatte alles: sportliche Herausforderung, neue Begegnungen, herzliche Momente und jede Menge Spaß. 

Hamburg, das war stark. Wir kommen definitiv wieder.